Tauchen auf der Artur Becker
Tauchen von der Artur Becker heißt in den meisten Fällen Wracktauchen. Natürlich laufen wir auch schöne Plätze für Landtauchgänge an, die Top-Spots der Fahrten sind jedoch die Wracks, welche in der Ostsee reichlich zu finden sind.
Beim Tauchen von einem Schiff im freien Meer sind einige Besonderheiten zu beachten. Neben einer entsprechenden Ausbildung sollte auch schon etwas Taucherfahrung vorhanden sein. Einige zusätzliche Ausrüstungsteile sollten ebenfalls mitgeführt werden, doch dazu später mehr.
Grundsätzlich muss man im Meer jederzeit mit Wellen und Strömung rechnen. Die Wassertemperaturen in den tieferen Schichten der Ostsee erreichen auch im Hochsommer keine Behaglichkeitstemperaturen. Sprungschichten, unter denen die Wassertemperatur schlagartig abnimmt, sind ebenfalls fast an jedem Tauchplatz und zu jeder Jahreszeit zu finden. Ein guter Halbtrockenanzug inklusive Handschuhen oder besser noch ein Trockenanzug ist deshalb ganzjährig der angebrachte Kälteschutz.
Einen besonderen Stellenwert nimmt auf dem Meer das Wetter ein. Es kann sich sehr schnell, unter Umständen sogar während eines Tauchganges, ändern und sorgt letztlich auch für eine mehr oder weniger ausgeprägte Schiffsbewegung und gegebenenfalls für nasse Füsse.
Die Sichtweiten in der Ostsee können zwischen über 20 m und 0 m schwanken und sind natürlich auch je nach Wetterlage und Strömung von Tauchplatz zu Tauchplatz unterschiedlich.
Oft wird nach der zusätzlich benötigten Bleimenge gefragt. Auf Grund des geringen Salzgehaltes wird eigentlich kein zusätzliches Blei benötigt, jedoch sollte man die Bleimenge so bemessen, dass jederzeit ein sicherer Stopp beim Aufstieg möglich ist. Gerade an den tieferen Wracks sind dekompressionspflichtige Tauchgänge an der Tagesordnung.
Getaucht wird bei uns in Buddy -Teams. Dabei sollte in jeder Gruppe mindestens ein Taucher mit ausreichender Ostsee-Erfahrung sein. Taucher mit weniger als 30 Tauchgängen sollten von einem Buddy begleitet werden, der einen Ausbildungsstand vergleichbar CMAS-Tauchlehrerassistent oder höher hat.
empfohlene Ausrüstung :
- Halbtrocken- oder Trockenanzug inkl. Handschuhe und Kopfhaube
- Flasche mit zwei getrennt absperrbaren Abgängen
- 2 Kaltwassertaugliche Atemregler, davon einer mit längerem Mitteldruckschlauch zwischen 1. und 2. Stufe,
- Finimeter
- Jacket od. Wing mit ausreichend Auftrieb
- Lampe und Backuplampe
- Markierungsboje mit Leine oder Fingerspool
- Reel
- Tauchcomputer oder Uhr und Dekotabellen inkl. Backup
- Signalmittel (Trillerpfeife, Hammerhead o. ä.,)
- bei 3 und mehr Tauchgängen am Tag sollte man auch an Verschleiß denken und ein paar Ersatzteile mitführen (Flossenband, Ersatzmaske, O-Ringe, etc.)
An jedem Tauchplatz wird neben der Tauchleiter eine Grundleine sowie eine Strömungsleine ausgebracht.
Wenn die Artur Becker einen Tauchplatz anläuft, wird an den Wracks zunächst eine Markierungsboje geworfen. In der Regel taucht dann eine Gruppe erfahrener Taucher - meist unsere Tauchlehrer und Helfer - ab, überprüft die Lage der Boje und sichert, wenn möglich, die Bojenleine am Wrack.
An jedem neuen Tauchspot wird ein Briefing durchgeführt. Anhand von Skizzen werden die Taucher über den Tauchplatz sowie dessen Besonderheiten informiert. Nach dem Anlegen der Ausrüstung wird die Gruppe abgemeldet und dann kann es endlich losgehen ...









