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Das Wrack der Fähre "Jan Heweliuz"

 

Die polnische Fähre "Jan Heweliusz" sank am 14. Januar 1993 im schweren Sturm ca. 20 sm nordöstlich der Insel Rügen aufgrund von erheblichen technischen Mängeln. Das Schiff war einige Tage zuvor mit der Kaimauer im schwedischen Hafen Ystad kollidiert und nur ungenügend instand gesetzt worden.

 
Nachdem die polnische Reederei alle Rechte an dem Wrack aufgegeben hatte, wurde es zu einem der beliebtesten Tauchplätze in der Ostsee.
 

Bei der Schiffskatastrophe kamen 55 Menschen ums Leben. Auch wenn das Wrack inzwischen ein sehr schönes Tauchrevier und ein Biotop in der Ostsee geworden ist, sollte man sich mit der nötigen Ehrfurcht darin bewegen !

 
 
Das Wrack ist ca. 140 m lang, 17 m breit und liegt auf der Backbordseite. Die maximale Tiefe beträgt 26 m, die Wrackoberkante erreicht man schon bei 11 m. 
 
Die "Mikolaj Kopernik" das baugleiche Schwesterschiff der "Jan Heweliusz"

Die wahrscheinlich interessantesten Spots an dem Wrack sind das Heck mit dem Einstieg in das untere Fahrzeugdeck, die Schrauben und Ruder, der mittlerweile schon legendäre LKW mit der Aufschrift "Erwin" sowie die beiden großen Bugstrahlruder.

 

Leider wurden in den vergangenen Jahren von Unbekannten Bergungsarbeiten an der "Jan Heweliusz" durchgeführt. Durch diese Arbeiten sowie den natürlichen Zerfall sind einige Bereiche des Wracks einsturzgefährdet. Besonders im Bereich der Reste des oberen Fahrzeugdecks und generell im Inneren des Wracks sollte man Vorsicht walten lassen.

 

Bei entsprechender Ausbildung und Vorbereitung sind unter anderem das untere Fahrzeugdeck sowie der Maschinenraum der Fähre betauchbar.

  
 
  
Am Heck der Fähre
Aufbauten im Gegenlicht
Schraube
Fenster
Seehase
LKW "Erwin"
Ausstieg unteres Fahrzeugdeck